Vorstandsmitteilungen
An dieser Stelle finden Sie Vorschläge des Vorstands, die zur Diskussion gestellt werden, sowie wichtige Mitteilungen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Gedanken zu den Vorschlägen zukommen ließen. Bitte richten Sie Ihre Kommentare bzw. Vorschläge an die Geschäftsstelle.
Der DRC-Vorstand
Schreiben des Kohlmann-Verlags wegen einer sinnentstellenden Korrektur in der CZ 4/2012
Im Vorwort der April-Clubzeitung hat der Kohlmannverlag eine nicht abgesprochene, sinnentstellende Textänderung vorgenommen, wofür sich der Verlag in diesem Schreiben entschuldigt.
Anträge auf Satzungsänderungen zur Mitgliederversammlung am 17.06.2012
In der hier verlinkten Datei sind alle Anträge auf Änderung der DRC-Satzung wiedergegeben, die fristgerecht bis zum 16.03.2012 in der Geschäftsstelle eingegangen sind. Mit eventuellen Kommentaren der Satzungskommission werden sie in der Clubzeitung Mai 2012 veröffentlicht werden. Zur Transparenz und um eine breite Meinungsbildung zu ermöglichen, machen wir sie hier vorab bekannt.
Ihre Meinung können Sie beispielsweise im DRC-Forum unter "Verein" mit anderen DRC-Mitgliedern diskutieren.
Der DRC wendet sich entschieden gegen einen Verkauf von Welpen über den Zoohandel
Der Handel mit Welpen ist in Deutschland bedauerlicherweise nicht an eine bestimmte Form gebunden und somit jedem erlaubt. Jahrelang haben sich die im Zentralverband für zoologische Fachbetriebe organisierten Unternehmen einer seit 1991 gültigen freiwilligen Selbstbeschränkung unterzogen, Hundewelpen nicht über den Fachhandel zu vertreiben. Die Firma Zoo Zajac in Duisburg, nicht organisiert in diesem Verband, hält sich nun seit kurzem nicht mehr an diese Vereinbarung, handelt mit Hundewelpen und präsentiert sie dazu in ihrem Ladengeschäft.
Hunde sind soziale Tiere, die als Welpen ihre Mutter und Spielgeschwister dringend benötigen. Damit sie auf ein Leben mit Menschen vorbereitet werden, ist ein enger Kontakt mit dem Züchter während der Prägungsphase unerlässlich. Der Kauf eines Welpen muss eine wohlüberlegte Entscheidung und darf kein Spontankauf sein, hängt doch das zukünftige Leben der Tiere auch von der nachhaltigen Zuneigung des Käufers ab. Das Aussetzen von Hunden oder deren Abgabe in Tierheimen sind schreckliche Beispiele, die vor allem auf der fehlenden Verantwortung von Hundehändlern beruhen. Durch Verkauf von “niedlichen” und “süßen” Tierchen in einer Zoohandlung wird dem aber Folge geleistet. Ein Verkauf von Welpen in einer Zoohandlung mag den Umsatz erhöhen; die weitreichenden Folgen für die Hundewelpen, denen der enge Kontakt mit dem Züchter fehlt, und die Konsequenzen für die späteren Besitzer und die Gesellschaft insgesamt werden dabei aber bewusst ignoriert.
Der Deutsche Retriever Club e.V. verurteilt den Handel mit Welpen und Junghunden über den Zoohandel. Die Züchter des DRC werden mit ihrer qualitativen Zucht den Hundehandel nicht unterstützen. Wir fordern die Politiker auf, Regelungen im Tierschutzgesetz aufzunehmen, die den Handel mit Hundewelpen über Handelsunternehmen eindeutig verbieten.
Der Vorstand, im Februar 2012
08.11.2011
Update: 20.11.2011
Liebe Clubmitglieder, liebe Züchter im DRC,
für besonderes Engagement seiner Züchter und zur besseren Information von Welpeninteressenten plant der Vorstand des DRC, ein “Gütesiegel” zu verleihen, das sowohl auf der Züchterliste als auch auf der Welpenliste angezeigt wird. Das Gütesiegel soll für alle Rassen gelten und deshalb auch von einer breiten Mehrheit der DRC-Züchter und -Mitglieder unterstützt werden. Ein Vorschlag für die Gestaltung des Gütesiegels steht demnächst unter “Verein, Vorstandsmitteilungen” auf der Homepage des DRC zur Diskussion. Die Zuchtwarte des DRC bitten um möglichst zahlreiche Meinungsäußerungen sowie Verbesserungsvorschläge von Retriever-Besitzern und -Züchtern zur Gestaltung eines solchen Gütesiegels. Wir hoffen, Ihnen mit dem zur Verfügung gestellten Online-Fragebogen die Teilnahme an der Diskussion zu erleichtern. Die Diskussionsbeiträge sollen im Rahmen einer rasseübergreifenden Arbeitsgruppe gesichtet und berücksichtigt bzw. eingearbeitet werden. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um den Online-Fragebogen zu beantworten und damit die Qualität der Zucht im DRC zu unterstützen!
Der Fragebogen steht nun online zur Verfügung. Bitte nutzen Sie
den folgenden Link
Die Beantwortung des Fragebogens ist auf
DRC-Mitglieder beschränkt!
Mitglieder, die keinen Internetzugang haben, können einen Ausdruck des Vorschlags beim Zuchtwart ihrer Rasse anfordern und ihre Diskussionsbeiträge per Post/Fax einreichen.
Ihre Zuchtwarte
Stellungnahme zur Fernsehsendung des WDR "Viel Rasse, wenig Klasse - das Geschäft mit der Hundezucht" vom 22.08.2011
Der frühere Vorsitzende des inzwischen aufgelösten Toller-Club Deutschland (TCD), dessen Zucht in einem Desaster mit schwer kranken Welpen endete, scheint die Hundezüchter mit falschen Argumenten bekehren zu wollen. Wir erlauben uns daher, im Folgenden einige der in der genannten Sendung vorgebrachten Argumente richtig zu stellen.
1. In einer früheren Stellungnahme zu einer Sendung in Stern-TV hatten wir bereits festgestellt, dass die Gesundheit der Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever im DRC keineswegs überdurchschnittlich von Erbkrankheiten beeinträchtigt ist. Wie bei anderen Hunderassen auch liegt die Häufigkeit von Erbkrankheiten im unteren einstelligen Prozentbereich, wobei von den befallenen Tieren längst nicht alle auch erkranken. Die durchschnittliche Lebensdauer bei DRC-Tollern liegt in demselben Bereich wie bei den anderen Retrieverrassen.
2. In der Fernsehsendung des WDR wurden keinerlei Daten zur Gesundheit der Toller im TCD oder in anderen Rassehundevereinen genannt. Während in zwei im DRC durchgeführten Erhebungen keine rassespezifische Häufung von Erbkrankheiten beim Toller festgestellt wurde, konnten uns vom ehemaligen TCD-Vorsitzenden auf Nachfrage keine Daten des TCD zu der angeblich so hohen Krankheitsprädisposition der Rasse genannt werden. Um etwaige rassespezifische Krankheiten erkennen und ausmerzen zu können, sind solche Kenntnisse bei der betrachteten Population aber zwingend nötig. Im DRC werden von allen Zuchttieren routinemäßig DNA-Proben eingelagert, so dass auch im Nachhinein der Erbgang einer eventuell später bei den Nachkommen auftretenden erblichen Erkrankung untersucht werden kann. Uns ist unverständlich, warum dies im TCD nicht gemacht wurde, obwohl es eine Voraussetzung dafür ist, Erbkrankheiten möglichst schnell aus der Population eliminieren zu können.
3. Herr Däuber hat bis vor wenigen Jahren seine Hunde außerhalb des VDH gezüchtet. Heute die VDH-kontollierte Zucht in einem Atemzug mit gehäuften Erbkankheiten zu nennen, ist eine bewusste Irreführung.
4. Wenn eine Einkreuzung einer anderen Rasse geplant wird, dann sollten für beide Paarungspartner Tests auf das Vorhandensein der auszuschließenden Krankheiten durchgeführt werden. Solche Tests mit aus der Luft gegriffenen, völlig übertriebenen Preisen schlecht zu reden, lässt erkennen, dass Herr Däuber entgegen seiner früheren Behauptung gar nicht beabsichtigt hat, eine Einkreuzung zur Verbesserung der Rasse durchzuführen. Der genetische Ausschluss einer Reihe von bekannten Erbkrankheiten ist heute bei den Retrievern im DRC, aber auch den Hunden anderer VDH-Zuchtvereine Routine und von jedem Züchter finanzierbar. Da die genetischen Grundlagen der in der Sendung erwähnten Immunerkrankungen erst seit kurzem bekannt und Routinetests darauf erst in Vorbereitung sind, wäre es sinnvoll gewesen, mit den Überlegungen, ob die Einkreuzung einer fremden Rasse wirklich die beste Lösung ist, so lange zu warten, bis Tests darauf kommerziell erhältlich sind.
5. Dass die Welpen der von Herrn Däuber angesetzten Mischlingskreuzung (Toller x Australian Shepherd = Jagdhund x Hütehund) im Alter von wenigen Wochen bisher gesund erscheinen, beweist lediglich, dass keine schon im Welpenalter erkennbaren, schweren Defekte vorliegen, beweist aber keineswegs, dass sie auch späterhin frei von Krankheiten sein werden. Im übrigen verweisen wir auf die vielfach dokumentierte Problematik, dass Kreuzungen zwischen Tieren mit ganz unterschiedlichen Verhaltenseigenschaften zu unvorhersehbaren und oft unerwünschten Eigenschaften der Nachkommen v.a. in den nachfolgenden Generationen führen können. Die von Herrn Däuber durchgeführte Kreuzung lässt daher ein tieferes Verständnis der Rassehundezucht vermissen.
6. Anders als in der Sendung behauptet sind ganz generell Mischlingshunde nicht mit weniger, sondern mit mehr Krankheiten belastet als Rassehunde, die in Zuchtvereinen mit strengen Auflagen gezüchtet wurden. Das haben groß angelegte Forschungsarbeiten in mehreren europäischen Ländern in der Vergangenheit gezeigt, wie das Beispiel einer an über 5000 Hunden durchgeführten Untersuchung an der Universität Wien gezeigt hat. Dass die immer wieder gehörte und in der Sendung vertretene gegenteilige Behauptung auf Hunde solcher Länder zutreffen mag, in denen die Zuchtregularien der Zuchtvereine weniger streng sind oder gar weitgehend fehlen, ist denkbar.
7. Die in der Sendung dargestellte Problematik mit den Atmungsproblemen beim Mops und anderen brachycephalen Rassen ist reell und sollte auch nach unserer Ansicht ernsthafter bearbeitet werden. Vermutete Qualzuchten einiger Rassen aber generell im Kontext mit der Zucht von Rassehunden darzustellen, wie im Film geschehen, widerspricht einer seriösen Berichterstattung. Offensichtlich war hier eine Suggestion beabsichtigt, um den gezielten Mischlingswurf von Herrn Däuber in positivem Licht darzustellen.
Lesen Sie auch, was der DRC-Zuchtwart der Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever dazu auf seiner Homepage schreibt!
